der Mann hinter Viper-Flex®

Claus
Christiansen

Jäger, Schütze, Handwerker, Erfinder

Der Jäger hinter Viper-Flex®

Ein Leben mit der Jagd im Blut

Claus ist mit der Jagd dicht an seiner Seite aufgewachsen – zunächst als Junge, der seinem Vater durch das Revier folgte, später als Jäger, Schütze, Handwerker und Erfinder.

Sein ganzes Leben lang trieb ihn derselbe unerschütterliche Drang an, die Dinge besser zu machen, und als ihn das Büchsenfieber immer wieder herausforderte, setzte das eine Suche in Gang, aus der mit der Zeit Viper-Flex werden sollte.

Für Claus begann die Jagd nicht als Hobby, sondern als natürlicher Teil des Lebens. Auf der väterlichen Seite war die Jagd tief in der Familie verankert: Der Vater war Jäger, ebenso der Onkel, zwei Cousins, und auch der Großvater hatte die Jagdtradition weitergetragen. Sobald Claus alt genug war, um seinen Vater zu begleiten, ging er treu hinterher, den Hund an der Leine und den Jagdeifer im Blick. Für ihn gab es nie einen Zweifel – er würde selbst Jäger werden. Und als er das Diana 35 Luftgewehr seines Vaters tragen konnte, wurde es schnell sein liebster Besitz.

Claus Christiansen im Revier
Claus Christiansen – Gründer, Designer, Erfinder

Vierte Generation

Das Handwerk als Erbe

Doch die Jagd war nicht das Einzige, was Claus erbte. Er wurde als vierte Generation in eine Schmiede- und Maschinenwerkstatt hineingeboren, in der Reparaturen, das Lösen von Aufgaben und einfallsreiche Konstruktionen zum Alltag gehörten. Schon als Junge wurde ein Traum gesät: Was, wenn man eines Tages etwas erfinden könnte, von dem man leben kann? Er wusste noch nicht, was – aber der Gedanke verließ ihn nie.

Als Junge folgte Claus seinem Vater durch das Revier, den Hund an der Leine. Für ihn gab es nie einen Zweifel – er würde selbst Jäger werden.

Die Karriere

Vom Schmied zum Ingenieur

Claus machte eine Lehre als Schmied, und nach der Lehrzeit fand er Arbeit in einer LKW-Werkstatt als Mechaniker und Schmied. Es war ein spannendes Handwerk, aber auch körperlich hart. Das schwere Heben und die schlechten Arbeitshaltungen hinterließen ihre Spuren und ruinierten schließlich seinen Rücken. Deshalb fiel die Entscheidung, weiterzustudieren, plötzlich leicht. Die Wahl fiel auf das Maschinenbaustudium, und es erwies sich schnell als das Richtige.

Vor dem Studium kam Claus jedoch noch an der Asphaltbranche vorbei, wo er am Aufbau und der Entwicklung eines kleinen Asphaltfertigers arbeitete – eine Erfahrung, die den Traum, Konstrukteur zu werden, nur weiter anfachte.

Die Ingenieurjahre

Nach abgeschlossener Ausbildung führte der Weg weiter in die Kiesgrubenindustrie, wo Claus bei der Arbeit mit Brechern, Sieben und Förderbändern auf seinen praktischen Hintergrund zurückgreifen konnte. Später folgten einige Jahre in einem Konstruktionsbüro in einem Unternehmen, das Sondermaschinen entwickelte. Doch ein Leben allein hinter dem Schreibtisch lag ihm nicht. Der Traum von der Selbstständigkeit zog, und als freiberuflicher Konstrukteur und Mechaniker stürzte er sich auf alles – von Baustahl und Kiesgrubenausrüstung bis hin zu Sanitärarbeiten und Zimmererarbeiten.

Als die Krise 2007/08 zuschlug, musste Claus erneut die Richtung wechseln. Nach einem Jahr mit verschiedenen Gelegenheitsjobs kehrte er zum Sondermaschinenunternehmen zurück – nun als Montageleiter mit Montageaufgaben besonders in Deutschland. Als zwei große Projekte abgeschlossen waren, führten ihn neue Möglichkeiten weiter, und eine Stellenanzeige als Kranmonteur wurde der Beginn von acht Jahren als Vertriebs- und Projektingenieur mit vielen spannenden Aufgaben.

Die Leidenschaft

Schießen, Jagd und die unerschütterliche Leidenschaft

Sein ganzes Erwachsenenleben hielt Claus an der großen Leidenschaft fest, die ihn seit der Kindheit begleitet hatte: der Jagd und dem Schießen. Der Schießsport ging ihm früh unter die Haut. Zuerst durch das Tontaubenschießen, wo er als Juniorschütze mit zwei dänischen Meisterschaften ganz nach oben kam.

Später richtete sich der Fokus auf das Büchsenschießen, und plötzlich stand Claus im Finale der Verbandsmeisterschaft unter den zehn Besten – bewaffnet mit einer schlichten BRNO-Jagdbüchse im Kaliber .222 Rem und einem günstigen japanischen Zielfernrohr mit höchstens 9-facher Vergrößerung. Mit dem, was man fast die falsche Ausrüstung nennen muss, wurde es ein schöner siebter Platz.

Während des Studiums entschied sich Claus jedoch, nicht in teurere Ausrüstung zu investieren, sondern sich stattdessen dem nordischen Kombinationsschießen mit Flinte und Büchse zu widmen, wo die Bedingungen ausgeglichener waren. Hier folgten Platzierungen wie Platz 19, 7 und 4, bevor er sich schließlich Sieger der skandinavischen Meisterschaft zwischen Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark nennen konnte.

Skandinavischer Meister

Sieger der skandinavischen Meisterschaft im nordischen Kombinationsschießen zwischen Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark.

Das Büchsenfieber

Dennoch gab es eine Herausforderung, die Claus immer wieder begleitete: das Büchsenfieber. Egal wie viel er trainierte, das Adrenalin schlich sich ein, sowohl auf dem Schießstand als auch auf der Jagd, sodass die Büchse zitterte und das Risiko eines Fehlschusses oder einer Nachsuche real wurde. Schon 1987 hatte ihn das dazu gebracht, einen primitiven, aber wirksamen Pirschstock zu konstruieren. Er funktionierte – aber er war nicht die ganze Antwort.

Der Durchbruch

Die Idee, aus der Viper-Flex wurde

Als Claus 2008 zum ersten Mal einen selbstgebauten, primitiven vierbeinigen Pirschstock auf einer Jagd in Schweden ausprobierte – einer Jagd, die mit einem schwedischen Goldmedaillenbock endete – wurde ein entscheidender Samen gesät. Er erkundete den Markt, doch die vorhandenen vierbeinigen Pirschstöcke wurden seinen Ansprüchen nicht gerecht. Der Gedanke meldete sich schnell: Das muss sich besser machen lassen.

Viele Winterabende vergingen mit Denken, Schrauben und Verbessern. Drei Jahre Entwicklungsarbeit. 2014 fand der erste echte Viper-Flex Pirschstock seinen Weg auf den Markt.

Mit Erfahrung als Jäger, Schütze und später ausgebildeter Instruktor sowohl im Büchsen- als auch im Flintenschießen begann Claus, am Computer drauflos zu zeichnen. Ein wichtiger Wendepunkt kam, als ein anderer Jäger fragte, ob seine Tochter das Schießen mit der Büchse ausprobieren dürfe. Da die Büchse des Vaters eine kräftige .30-06 war, durfte das Mädchen stattdessen mit Claus' .22-250 schießen. Das wurde der Beginn eines langen Gesprächs über das Schießen, das Wiederladen und die Jagd – und auch der Anfang einer Freundschaft mit René.

Die Begegnung mit René

René besaß eine Maschinenwerkstatt, und gemeinsam stürzten sie sich in ein Hobbyprojekt, in dem sie die ersten Prototypen für das entwickelten und fertigten, was später Viper-Flex wurde. Der erste Prototyp bekam schnell den Spitznamen „Der Schwarze Tod“, schlicht weil er so gut und stabil war. Er war noch nicht teleskopierbar, also vergingen viele Winterabende mit Denken, Schrauben und Verbessern.

Nach drei Jahren Entwicklungsarbeit verließen die ersten echten Viper-Flex Pirschstöcke 2014 die Produktion und fanden ihren Weg auf den Markt.

Claus Christiansen in seiner Werkstatt
Die Werkstatt in Rønnede – wo jeder Viper-Flex® Gestalt annimmt

Vom Hobby zum Unternehmen

Von der Leidenschaft zum Lebensunterhalt

Das erste Jahr wurde ein Erfolg. Der Umsatz erreichte 125.000 Kronen, und obwohl der Gewinn nur 100 Kronen betrug, war die Richtung klar: Der Markt wollte das Produkt.

Die Produktion wuchs, und bald wurde es nötig, größere Räumlichkeiten zu finden. Etwa zur selben Zeit bot sich die Gelegenheit, an „Løvens Hule“ (der dänischen Ausgabe von „Die Höhle der Löwen“) teilzunehmen.

2017 zog Viper-Flex in eigene Räumlichkeiten, in denen das Unternehmen heute ansässig ist. Für René bedeutete das mehr Platz für neue Maschinen in seiner Maschinenwerkstatt, aber auch, dass sich sein Interesse allmählich wieder auf das eigene Unternehmen richtete. Nach einigen Jahren entschied er sich daher, seinen Anteil an Viper-Flex zu verkaufen. Zurück blieb Claus, der das Unternehmen in seiner knappen Freizeit mit guter Hilfe seiner Lebensgefährtin weiterführte.

Die Entwicklung geht weiter

Selbst nachdem die ersten Viper-Flex Pirschstöcke auf den Markt gekommen waren, setzte Claus die Entwicklung fort. 2018 erweiterte er das Sortiment um die Styx-Modelle, und im Jahr darauf kündigte er seinen Job in der Kranfirma, um sich ganz der Produktion von Viper-Flex zu widmen.

Seitdem ging die Entwicklung weiter. Drei Modelle kamen 2022, 2023 und 2025 hinzu. Und vielleicht ist es genau das, was Claus am besten kennzeichnet: dass er nie ganz aufhört zu denken, zu verbessern und zu schaffen. Vom ersten Tag mit einem vierbeinigen Stock in den schwedischen Wäldern bis heute war der Wunsch derselbe – die Jagd besser, stabiler und sicherer zu machen. Wer weiß, ob es hier aufhört?

Claus war immer von einer Sache getrieben: die Dinge besser zu machen. Diese Suche begleitete ihn durch Jagd, Schießen und Handwerk – und genau sie schuf Viper-Flex.

Die ganze Viper-Flex® Geschichte ansehen

Lesen Sie über Viper-Flex® als Unternehmen, die Zeitleiste von 1985 bis heute und das vollständige Pirschstock-Sortiment.